TYPO3 für NROs Warum entscheiden sich Stiftungen und Vereine für dieses CMS?
Ein praktischer Leitfaden für Vorstände von Nichtregierungsorganisationen: Wann ist das CMS TYPO3 die optimale Wahl, wie viel kostet es und wie lässt es sich unter den Gegebenheiten in Polen umsetzen?
Kurz gesagt
Warum TYPO3 für NROs:
Die Wahl eines CMS für eine Stiftung oder einen Verein ist eine organisatorische und keine technische Entscheidung. TYPO3 löst typische Probleme von NROs: regionale Zweigstellen, mehrstufige Freigabe von Inhalten, Mehrsprachigkeit des Redaktionsbereichs, langfristige Stabilität.
Wer nutzt es:
In Polen: Stiftung „Nadzieja w Nas“, Deutsches Historisches Institut in Warschau, Verein „Kierunek Przyszłość“, CUS Drobin, MDSM Oświęcim. International: RED NOSES International, SOS-Kinderdorf, Caritas, Diakonie, AWO.
Kernfunktionen:
Workspaces (Redaktionsprozesse), Permissions (Berechtigungen bis ins kleinste Detail), mehrsprachiges Backend, LTS (6 Jahre Stabilität), Open Source (keine Lizenzgebühren).
Kosten:
Deutlich günstiger als proprietäre Systeme mit ähnlichem Funktionsumfang (keine Lizenzgebühren). Rabatte für verifizierte NROs. Konkrete Preisangabe nach kostenloser Beratung.
Erster Schritt:
Vereinbaren Sie eine kostenlose 60-minütige Beratung für NROs – wir besprechen die aktuelle Situation und schlagen Ihnen einen realistischen Implementierungsplan vor, der Ihr Budget berücksichtigt.
Dieser Artikel entstand als Antwort auf eine Frage, die uns immer häufiger von Vorständen von Stiftungen und Vereinen gestellt wird: Warum lohnt es sich, sich für TYPO3 zu entscheiden? Aus unserer achtjährigen Erfahrung im Non-Profit-Sektor ergibt sich eine klare Erkenntnis: Die eigentliche Herausforderung für NROs ist nicht die Website selbst, sondern die Menschen, die Prozesse und die Verantwortlichkeiten. Es handelt sich nicht um eine technische, sondern um eine strategische Entscheidung. In diesem Artikel zeigen wir, warum TYPO3 sich in Nichtregierungsorganisationen bewährt, wer von unseren Kunden dieses System nutzt und wie ein realistischer Implementierungsweg unter Berücksichtigung des Budgets und des Zeitplans einer NRO aussieht.
Der polnische NRO-Sektor umfasst über 130.000 registrierte Organisationen – Stiftungen, Vereine und Verbände. Jede von ihnen steht vor derselben Herausforderung: Wie kann man seine Mission im Internet effektiv kommunizieren, Spendenaktionen verwalten, Freiwillige koordinieren und gesetzliche Anforderungen erfüllen – und das mit einem deutlich geringeren Budget als kommerzielle Unternehmen? Die Wahl eines CMS ist in dieser Situation keine technische Angelegenheit, sondern eine strategische Entscheidung für die nächsten 5–10 Jahre.
Das Paradoxon der NROs im Internet
NROs haben oft komplexere organisatorische Anforderungen als durchschnittliche Wirtschaftsunternehmen. Typische Arbeitsabläufe in einer landesweiten oder internationalen Stiftung umfassen: regionale Niederlassungen mit eigenen Teams, zentrale Genehmigungsprozesse für sensible Inhalte (Spendenkampagnen, Informationen über Betreute, Jahresberichte), Mehrsprachigkeit für verschiedene Spendermärkte sowie unterschiedliche redaktionelle Aufgaben je nach Fachbereich (Kommunikation, Fundraising, inhaltliche Arbeit).
Gleichzeitig sind die Budgets von NROs begrenzt – oft basieren sie auf Zuschüssen mit festgelegter Abrechnungsfrist, Spenden von Privatpersonen und 1,5 % der Steuer. Jeder Złoty, der für die Verwaltung ausgegeben wird, ist ein Złoty, der nicht für die Mission ausgegeben wird. Deshalb ist ein technisch „sexy“ System, das jährlich 200.000 PLN an Lizenzkosten verursacht, unerschwinglich. Aber auch das einfachste WordPress ohne dedizierten IT-Support führt schnell zu Problemen: ungesicherte Plugins, Fehler in Kampagnen, Datenverluste, Nichtkonformität mit WCAG und DSGVO.
TYPO3 nimmt in diesem Spektrum eine besondere Position ein: Enterprise-Grade-Funktionalität bei null Lizenzgebühren (Open Source, GPL v2), langfristiger Support (LTS 3 Jahre + ELTS 3 Jahre), eine aktive Community und über 500.000 Installationen weltweit. Das erklärt, warum sich so viele seriöse NROs für dieses System entschieden haben.
Wer nutzt TYPO3 in Polen und weltweit?
Der polnische NRO-Sektor
Aus unserem eigenen Portfolio können wir konkrete Beispiele nennen. Die Stiftung „Nadzieja w Nas“ – eine Organisation, die Menschen mit Behinderungen und chronisch Kranke unterstützt. Wir haben für sie TYPO3 als Haupt-CMS implementiert, mit Integration des Zahlungssystems Tpay, einem Modul zur Abrechnung von Spendenaktionen und zur transparenten Weiterleitung der Mittel an die Spender. Der Verein „Kierunek Przyszłość“, der in drei Gemeinden der Region Zagórze tätig ist – Implementierung mit Schwerpunkt auf WCAG-Konformität, da ein Teil der Zielgruppe Senioren sind. CUS Drobin – Zentrum für Sozialdienstleistungen. Stiftung für freie Arbeit. Internationales Jugendbegegnungszentrum in Oświęcim – mehrsprachiges Portal für Jugendliche aus ganz Europa.
Darüber hinaus betreuen wir das Deutsche Historische Institut in Warschau (dhi.waw.pl) — formal eine wissenschaftliche Einrichtung, die jedoch nach einem NRO-ähnlichen Modell arbeitet: aus öffentlichen Mitteln finanziert, mehrsprachig (Polnisch, Deutsch, Englisch) und den Barrierefreiheitsanforderungen des öffentlichen Sektors unterliegend.
Internationale Organisationen auf TYPO3
Außerhalb Polens ist die Liste beeindruckend. RED NOSES International – eine internationale Organisation von „Clown-Ärzten“, die in Krankenhäusern in mehr als einem Dutzend Ländern tätig ist – ist ein weiterer Kunde von uns. SOS-Kinderdorf International mit Sitz in Innsbruck – tätig in 137 Ländern, 40.000 Mitarbeiter, 1,4 Mrd. EUR Spenden pro Jahr. Der deutsche humanitäre Sektor nutzt TYPO3 in großem Umfang: Brot für die Welt (evangelische Entwicklungshilfeorganisation), Welthungerhilfe (Kampf gegen den Hunger in rund 35 Ländern), Misereor (katholische Entwicklungshilfeorganisation). Auch die deutschen Schwergewichte der Sozialhilfe – Caritas, Diakonie, AWO (Arbeiterwohlfahrt), Paritätischer Wohlfahrtsverband. Das sind Organisationen mit Hunderten von Zweigstellen und Tausenden von Mitarbeitern – Anforderungen auf Enterprise-Niveau, bei gleichzeitig begrenzten Budgets.
Auf globaler Ebene haben auch einige nationale Zweigstellen von Organisationen wie Amnesty International oder UNICEF in der Vergangenheit TYPO3 zur Verwaltung mehrsprachiger Portale genutzt. Es ist kein Zufall, dass sich diese Organisationen gerade für dieses System entschieden haben – es verfügt über konkrete Funktionen, die den tatsächlichen Bedürfnissen von NROs entsprechen.
5 Probleme von NROs, die TYPO3 von Haus aus löst
1. Arbeitsbereiche redaktionelle Prozesse mit Qualitätskontrolle
In einer typischen Stiftung durchläuft eine Spendenkampagne mehrere Instanzen: Der Regionalredakteur verfasst den Text, der nationale Koordinator prüft den Inhalt, der Pressesprecher gibt die kommunikative Freigabe, und ein Vorstandsmitglied genehmigt den Text vor der Veröffentlichung. In den meisten CMS läuft dieser Prozess per E-Mail ab – Dokumentversionen zirkulieren als Anhänge, Kommentare gehen verloren, niemand weiß, welche Version aktuell ist. Das Ergebnis: versehentliche Veröffentlichungen, nicht eingehaltene Versprechen, veraltete Daten über die Betreuten.
TYPO3 Workspaces ist eine native Funktion, die dieses Problem an der Wurzel löst. Der im Workspace „Draft“ erstellte Inhalt ist auf der Frontend-Seite nicht sichtbar, aber die Beteiligten können ihn im Live-Vorschau-Modus einsehen – genau so, wie er nach der Veröffentlichung aussehen wird. Freigaben werden im System mit einem Änderungsverlauf nachverfolgt. Die Veröffentlichung erfolgt mit einem Klick nach der Freigabe. Schluss mit E-Mail-Pingpong, Schluss mit versehentlich veröffentlichten Entwürfen.
2. Rollen und Berechtigungen bis ins kleinste Detail
Eine landesweite Stiftung mit 15 regionalen Zweigstellen steht vor der Frage: Wer darf was bearbeiten? Wer hat Einblick in welche Bereiche? Wer darf Inhalte veröffentlichen? Wer hat Zugriff auf die personenbezogenen Daten der Betreuten (DSGVO)? Das TYPO3-System „Backend Users + Backend Groups + Rights“ ermöglicht eine präzise Kontrolle auf mehreren Ebenen gleichzeitig: die Struktur des Seitenbaums (wer sieht welche Zweige), Datensatztypen (wer darf Nachrichten erstellen und wer nur Seiten), einzelne Felder (wer darf die Preisliste für Sammlungen ändern). Berechtigungen werden über die Struktur vererbt, können aber lokal überschrieben werden – genau so, wie es in der realen Verantwortungsstruktur einer großen Organisation aussieht.
Praktischer Effekt: Ein Redakteur aus der Niederlassung in Krakau sieht und bearbeitet nur den Krakauer Bereich. Der Regionalkoordinator genehmigt Veröffentlichungen für seine Region. Die Geschäftsführung hat Zugriff auf alles. Die personenbezogenen Daten der Begünstigten sind nur für das Team im direkten Kundenkontakt sichtbar – gemäß dem Grundsatz der Datenminimierung aus der DSGVO.
3. Mehrsprachigkeit im Frontend und Backend
Die meisten CMS unterstützen mehrsprachige Inhalte für Endnutzer – das ist selbstverständlich. TYPO3 bietet darüber hinaus etwas Besonderes: ein mehrsprachiges Redaktionsbereich (Backend). Ihre Redakteure in Frankreich arbeiten auf Französisch, in Italien auf Italienisch, in Spanien auf Spanisch. Sie müssen kein Englisch lernen, um Inhalte hinzuzufügen. Das senkt die Einstiegshürde und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie das System tatsächlich nutzen.
Für internationale NROs (wie RED NOSES International mit Niederlassungen in 11 Ländern) ist dies ein echter Game-Changer. Das lokale Team ist nicht von einer einzigen Person abhängig, die Englisch spricht – jeder Freiwillige kann Zugang zum System erhalten und mit der Arbeit beginnen. Site Sets in TYPO3 v13 und v14 LTS bieten die Möglichkeit, für jeden Markt separate Regeln zu konfigurieren – hreflang, kanonische URLs, XML-Sitemap – ohne die technische Architektur zu verkomplizieren.
4. LTS langfristige Stabilität
NROs planen nicht in Quartalen, sondern in Jahren – oft im Rahmen von Förderprojekten mit einer Laufzeit von 3 bis 5 Jahren. Erzwungene Relaunches alle zwei Jahre sind eine finanzielle und organisatorische Katastrophe. TYPO3 bietet einen klaren Lebenszyklus für jede LTS-Version: 3 Jahre kostenloser Support (Bugfixes, Sicherheitspatches), danach 3 Jahre ELTS (Extended Long Term Support) gegen Gebühr. Insgesamt 6 Jahre sicherer Betrieb mit derselben Version.
Praktischer Effekt: Eine TYPO3-Installation, die heute in einer Stiftung implementiert wird, kann problemlos bis 2032 laufen. Migrationen zwischen LTS-Versionen sind reibungslos – Tools wie Rector und Fractor automatisieren einen Teil der Arbeit. Im internationalen NRO-Sektor gibt es Beispiele für Organisationen mit 40.000 Seiten und 200 Redakteuren in 12 Ländern, die seit über 10 Jahren stabil auf TYPO3 laufen – das System wurde mehrmals auf neue LTS-Versionen migriert, ohne dass ein kompletter Neuaufbau erforderlich war. Das ist Budgetplanbarkeit, die für den Vorstand einer NRO einen konkreten Wert hat.
5. Compliance WCAG, DSGVO, EAA
Dieser Punkt wird in allgemeinen Erörterungen über CMS selten angesprochen, ist für NROs jedoch von entscheidender Bedeutung. NROs betreuen schutzbedürftige Personen: Menschen mit Behinderungen, Senioren, Menschen in Krisensituationen, Kinder. Die Website einer Stiftung muss für alle zugänglich sein, nicht nur für barrierefreie Nutzer. Ab dem 28. Juni 2025 gilt der European Accessibility Act (EAA) – viele NROs unterliegen dessen Anforderungen, insbesondere wenn sie E-Commerce betreiben (Verkauf von Spendenmarken, Wohltätigkeitsprodukte) oder Fördermittel von öffentlichen Stellen erhalten.
TYPO3 hat Barrierefreiheit in seiner DNA – die standardmäßigen Fluid-Vorlagen generieren semantischen HTML-Code, Alt-Text-Felder sind in die FAL (File Abstraction Layer) integriert, und die ARIA-Unterstützung ist nativ. Darüber hinaus integrieren wir EYE-ABLE – die führende deutsche Barrierefreiheitsplattform in Europa – um die EAA-Konformität schnell zu erreichen. Auch die DSGVO wird ernst genommen: TYPO3 verfügt über integrierte Audit-Protokolle, Verfahren zur Datenanonymisierung sowie die Integration mit Tools zur Einwilligungsverwaltung (sg_cookie_optin mit über 280.000 Installationen). Für Stiftungen, die Daten von Begünstigten verarbeiten, ist dies kein Zusatz – es ist die rechtliche Grundlage.
Stiftung „Hoffnung in uns“ Fallstudie
Die Stiftung „Nadzieja w Nas“ wurde im Mai 2022 mit dem Ziel gegründet, Menschen mit Behinderung, chronisch Kranken und Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu helfen. Für sie haben wir eine umfassende Lösung auf Basis von TYPO3 entwickelt und implementiert.
Die Herausforderung
Die Stiftung benötigte ein System, das gleichzeitig mehrere Nutzergruppen bedienen kann: Spender (schnelle, sichere Zahlungen), Freiwillige (Registrierung und Koordination), Betreute (private Profile mit Fotos und Lebensgeschichte), Redaktion (Verwaltung von Nachrichten und Kampagnen). Die Sicherheitsanforderungen waren hoch – medizinische Daten der Betreuten, Zahlungsdaten, KRS-Dokumente. Gleichzeitig musste die Website für hohen Traffic während Wohltätigkeitsaktionen ausgelegt sein.
Lösung
Wir haben TYPO3 als Haupt-CMS mit dedizierten Komponenten implementiert: ein Spendenmodul mit Tpay-Zahlungsintegration (einmalige und wiederkehrende Zahlungen), ein transparentes Modul zur Mittelabrechnung für Spender, ein Profil-System für die Betreuten mit Zugriffskontrolle auf sensible Daten, redaktionell verwaltete Nachrichten und Kampagnen sowie die Integration in das Portal „Strony dla Organizacji“ zur Steigerung der Sichtbarkeit.
Ergebnisse
Die Website läuft stabil, unabhängig vom Traffic während der Spendenkampagnen. Die Stiftung hat die volle redaktionelle Kontrolle, ohne dass für tägliche Änderungen ein Entwickler hinzugezogen werden muss. Das System ist DSGVO-konform, sensible Daten werden verschlüsselt, die Mittelabrechnung ist transparent. Das gesamte Projekt umfasste auch die Gestaltung des Logos, das Webdesign sowie die Logik der Spendenaktionen.
TYPO3 vs. Alternativen für NROs Vergleich
Wir werden oft gefragt, warum TYPO3 statt WordPress, Drupal oder einem dedizierten CMS. Ein kurzer Vergleich im NRO-Kontext.
WordPress
✓ Niedrigste Einstiegshürde, viele Plugins, große Community – ideal für kleine Informationsseiten von Stiftungen.
✗ Workspaces erfordern ein kostenpflichtiges Plugin (Edit Flow oder ein kommerzielles), einfache Berechtigungen, ein mehrsprachiges Backend ist nativ nicht vorhanden.
✗ Alte Plugins von nicht mehr aktiven Entwicklern stellen ein ernstes Sicherheitsrisiko dar – für NROs mit sensiblen Daten ist das ein echtes Problem.
✗ Kein formeller LTS, Updates sind häufig, aber kritisch – erfordert aktive Wartung.
Drupal
✓ Vergleichbare Leistungsfähigkeit wie TYPO3, leistungsstarkes Berechtigungsmanagement, gute Skalierbarkeit. Wird von einigen amerikanischen NROs bevorzugt.
✗ In Europa deutlich kleinere Entwickler-Community als bei TYPO3, es ist schwieriger, eine polnische Agentur mit fundierter Expertise zu finden.
✗ Mehrsprachiges Backend verfügbar, aber weniger ausgereift als bei TYPO3.
✗ Steile Lernkurve für Redakteure – umfangreichere Schulungen erforderlich.
Maßgeschneidertes CMS (Custom)
✓ Anpassung an die spezifischen Anforderungen der Organisation.
✗ Anfangskosten 3–5-mal höher als bei Open Source.
✗ Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter – wenn dieser verschwindet, musst du von vorne anfangen.
✗ Keine Community, keine Sicherheitsupdates ohne zusätzliche Kosten, keine vorgefertigten Integrationen.
TYPO3
✓ Workspaces, mehrstufige Berechtigungen, mehrsprachiges Backend – alles nativ, ohne Plugins.
✓ 6 Jahre LTS-Stabilität – der beste Lebenszyklus unter den gängigen CMS.
✓ Aktive europäische Community – über 500.000 Installationen, TYPO3 Association mit einer großen Anzahl verifizierter Agenturen.
✓ Funktionen auf Enterprise-Niveau (Airbus, TUI, Lufthansa, Hunderte von Hochschulen) bei Open Source und ohne Lizenzgebühren.
✗ Höhere Einstiegshürde für kleine Projekte – eine einfache 5-seitige Visitenkarte-Website ist Overkill.
✗ Es ist schwieriger, einen Entwickler „von der Straße“ zu finden – polnische TYPO3-Entwickler sind eine kleine Nische.
Wie wir TYPO3 in einer NRO mit begrenztem Budget implementieren
Die meisten polnischen NROs verfügen über Budgets, die deutlich unter dem liegen, was für eine vollständige Umsetzung der Enterprise-Lösung erforderlich wäre. Wir haben mehrere Ansätze entwickelt, mit denen sich auch bei einem realistischen Budget ein Mehrwert erzielen lässt.
EU-Fördermittel und Zuschüsse
EU-Programme wie „Kreatives Europa“, EWR-Fonds und Erasmus+-Zuschüsse decken häufig die Kosten für die digitale Transformation von Organisationen ab. Wenn Ihre NRO einen solchen Zuschuss beantragt, können die Kosten für ein neues CMS oft als förderfähige Ausgabe geltend gemacht werden. Wir helfen Ihnen bei der Erstellung der technischen Spezifikation für den Zuschussantrag – wir haben Erfahrung mit EU-finanzierten Projekten.
Rabatt für Mitglieder der TYPO3 Association
Als TYPO3 Silver Member profitieren wir von besonderen Kooperationsbedingungen mit der TYPO3 Association. Für geprüfte gemeinnützige Organisationen verhandeln wir Vorzugspreise – sowohl für die Implementierung als auch für eventuelle ELTS in der Zukunft (nach Ablauf der 6-jährigen LTS-Laufzeit). Dies ist kein offizielles Programm der TYPO3 Association, aber in der Praxis besteht diese Möglichkeit.
Schrittweise Umsetzung Der MVP-Ansatz
Anstatt zu versuchen, sofort den vollen Funktionsumfang zu entwickeln, schlagen wir einen MVP-Ansatz vor: Phase 1 umfasst eine Basis-Website mit einem Spendenmodul (minimales Budget), Phase 2 fügt nach 6–12 Monaten Workspaces und Mehrsprachigkeit hinzu, Phase 3 – CRM-Integrationen und erweiterte Funktionen. Jede Phase bietet einen Mehrwert und kann aus einer separaten Quelle finanziert werden (Zuschüsse, zweckgebundene Spenden für die Entwicklung, Sponsoring).
Eigenständige Instandhaltung
Nach der Implementierung schulen wir das Team des Kunden, damit es die täglichen Aufgaben (Aktualisierung von Inhalten, Benutzerverwaltung, grundlegende Änderungen) selbstständig erledigen kann. Unsere Agentur steht für technische Fragen (Sicherheitsupdates, Migrationen, komplexe Probleme) zur Verfügung. Dies senkt die monatlichen Wartungskosten erheblich – bei gleichbleibender Sicherheit und Stabilität des Systems.
Häufig gestellte Fragen von NRO-Vorständen
Ja – das ist eines unserer häufigsten Szenarien. Eine Migration erfordert einen Plan: Analyse der aktuellen Inhaltsstruktur, URL-Mapping (Weiterleitungen für SEO), Export der Inhalte aus WordPress über die REST-API, Import in TYPO3. Für ein mittelgroßes Projekt (einige hundert Unterseiten, 1 Sprache) – etwa 4–8 Wochen. Für große Portale – 3–6 Monate. Wir sorgen immer dafür, dass die alte Website bis zum Start der neuen weiterläuft – ohne Ausfallzeiten.
Einfaches Projekt: 6–10 Wochen vom Kick-off bis zur Inbetriebnahme. Mittleres Projekt: 3–5 Monate. Großes internationales Projekt: 6–12 Monate. Diese Zeitangaben setzen eine aktive Mitarbeit des Kunden voraus – Entscheidungen zum Inhalt, Freigabe von Entwürfen, Bereitstellung von Materialien. Die häufigste Ursache für Verzögerungen liegt auf Seiten des Kunden, nicht auf unserer.
Das kommt darauf an. TYPO3 gilt als komplexes System, da das „nackte“ Backend alle Möglichkeiten auf einmal anzeigt. Richtig konfiguriert – wenn der Redakteur nur das sieht, was er wirklich braucht – ist es jedoch einfacher als die meisten WordPress-Seiten mit Dutzenden von Plugins. Die Implementierung umfasst eine 2–3-stündige Schulung für die Redaktion sowie eine Dokumentation auf Polnisch. Weiterer Support nach Bedarf.
Ja, und das ist eine seiner größten Stärken. TYPO3 verfügt über integrierte Audit-Protokolle (wer hat was wann geändert), Verfahren zur Anonymisierung von Daten sowie native Unterstützung für Erweiterungen zur Einwilligungsverwaltung (sg_cookie_optin mit über 280.000 Installationen). Wir hosten Projekte bei Hetzner in Deutschland – vollständige DSGVO-Konformität, zertifiziertes Rechenzentrum. Jedes Projekt beginnen wir mit der Unterzeichnung einer DPA (Data Processing Agreement) gemäß Art. 28 DSGVO.
Ja – gerade in diesem Zusammenhang ist das eine gute Wahl. Vor kurzem haben wir in einem anderen Artikel ein Projekt mit mehr als 10 Sprachen beschrieben (Universitätsmedizin Mannheim, über 25.000 Unterseiten). Entscheidend: korrekte hreflang-Attribute, dedizierte Seitenbäume für jede Sprache, mehrsprachiges Backend (Redakteure arbeiten in ihrer Muttersprache), Site Sets in v13/v14 LTS zur Konfiguration separater Regeln. Mehr dazu in unserem Artikel über TYPO3-Suchmaschinenoptimierung und WCAG.
Ein weiteres gewichtiges Argument für TYPO3. Nach drei Jahren kostenlosem Support für die jeweilige LTS-Version folgen drei Jahre kostenpflichtiger ELTS (Extended Long Term Support) – ein offizielles Programm der TYPO3 Association. Für polnische NROs: Die Kosten für ELTS beginnen bei etwa 2.800 EUR/Jahr mit einem Rabatt von 25–45 % für Mitglieder der TYPO3 Association. Sechs Jahre nach der Veröffentlichung der LTS-Version muss ohnehin migriert werden – aber es handelt sich um eine sanfte Migration zwischen LTS-Versionen, nicht um einen Neuaufbau von Grund auf.
Ja, für geprüfte gemeinnützige Organisationen bieten wir Vorzugskonditionen an: einen Rabatt auf die Implementierung (in der Regel 10–20 %), längere Zahlungsfristen und flexible Abrechnungsmodalitäten. Wir überprüfen den NRO-Status über das KRS (für polnische Organisationen) oder entsprechende internationale Register. Die Rabatte gelten nicht für Teile der Hosting-Dienstleistungen (Gebühren von Hetzner) oder externe Lizenzen (z. B. EYE-ABLE).
Lassen Sie uns darüber sprechen. Einige Ansätze: MVP-Ansatz (wir beginnen mit der kleinsten Implementierung und bauen in den folgenden Phasen darauf auf), Finanzierung durch EU-Fördermittel oder Stiftungen, schrittweiser Übergang vom bestehenden System (nur teilweise Content-Migration, der Rest in Phase 2), Shared Hosting statt dediziertem Server. Für manche einfache Informationsprojekte kann WordPress die bessere Wahl sein – in einem solchen Fall sagen wir das ehrlich bei der Beratung, ohne TYPO3 krampfhaft aufzudrängen.
Kostenlose Beratung für NROs Der erste Schritt
Ganz gleich, ob Sie bereits eine Website auf einem anderen CMS haben und eine Migration in Betracht ziehen oder ob Sie eine neue Organisation aufbauen und sich Gedanken über die Wahl des Systems machen – der erste Schritt ist derselbe: Eine 60-minütige Beratung, in der wir Ihre Situation besprechen und Ihnen den optimalen Weg empfehlen. Die Beratung ist für Nichtregierungsorganisationen kostenlos – unabhängig davon, ob Sie sich für eine Zusammenarbeit mit uns entscheiden.
Während der Beratung besprechen wir: die aktuelle Website (falls vorhanden) und ihre Einschränkungen, die Organisationsstruktur und redaktionelle Prozesse, die tatsächlichen Anforderungen (Mehrsprachigkeit, Spendenaktionen, Empfängerdatenbank), Budget und Zeitplan, potenzielle Finanzierungsquellen (EU-Fördermittel, Stiftungen) sowie den empfohlenen Umsetzungsweg mit einer Kostenschätzung.
Warum es sich lohnt, mit uns zu sprechen
Seit 8 Jahren spezialisieren wir uns ausschließlich auf TYPO3 – wir arbeiten nicht mit WordPress, Drupal oder Joomla. Dadurch verstehen wir dieses System auf einer Ebene, die allgemeine Agenturen einfach nicht erreichen. Für NROs ist das entscheidend: Ihre Mission verdient ein Team, das Ihre Prozesse, Strukturen und langfristigen Pläne als Priorität betrachtet und nicht als einen von vielen Aufträgen im Kalender.
Wir versuchen Ihnen TYPO3 nicht aufdrängen. Wenn Ihre Organisation eine kleine lokale Stiftung mit einer einfachen Informationswebsite ist, sagen wir Ihnen ehrlich, dass WordPress die bessere Wahl ist. Wenn Sie Workspaces, ein mehrsprachiges Backend, präzise Berechtigungen und langfristige Stabilität benötigen – dann ist TYPO3 die Antwort, und wir erklären Ihnen anhand von konkreten Beispielen aus Ihrer Branche, warum.
Kontaktieren Sie uns noch heute – je früher wir das Gespräch beginnen, desto mehr Zeit haben wir, um eine fundierte Empfehlung auszuarbeiten, anstatt am Ende des Förderjahres eine hastige Kostenvoranschlag zu erstellen. Telefon: 12 333 44 01. E-Mail: [email protected]. Vereinbaren Sie einen passenden Termin für ein Beratungsgespräch: drblitz-weblab.com/kontakt.
Dr Blitz-Weblab ist ein TYPO3 Silver Member mit Sitz in Krakau. Wir betreuen Unternehmenskunden, Hochschulen, öffentliche Einrichtungen und NROs in Polen, Deutschland und Österreich. Alle Projekte erfolgen auf Basis eines vollständigen Auftragsverarbeitungsvertrags gemäß DSGVO.